Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir juckt es immer von Anfang an in den Fingern, wenn ich mich an ein neues Branding ranmache. Am liebsten würde ich nämlich direkt mit dem Visuellen, den Farben, den Mustern, den Stoffen, den Bildern beginnen und das ganze Strategische erst anschließend angehen.

Darum gehen bei mir Strategisches und Visuelles immer parallel los. Sobald ich mit dem Strategischen beginne, ist auch schon das erste Moodboard entstanden.

Die ersten Erkenntnisse

Im Laufe der Zeit werden die Gedanken dann immer klarer, die Ausrichtung deutlicher, der Fokus stärker. Und damit geben mir meine ersten Moodboards nur noch einen Eindruck davon, was mir einfach prinzipiell an Farben, Schriften und Motiven gefällt.

Ich klebe mir diese Moodboards ausgedruckt an die Wand direkt bei meinem Schreibtisch und schaue sie mir eine ganze Weile an. Oft gehen mir bestimmte Farben oder Motive nämlich schnell auf den Geist. Ich erliege dann dem, was Designer und Farbwissenschaftler aus dem FF können: Dass bestimmte Töne aggressiv machen, andere beruhigen und so weiter.

Bei der Betrachtung meiner Moodboards merke ich also irgendwann, was mir tatsächlich gefällt. Rosa ist beispielsweise eine Farbe, die bei kurzer Betrachtung fröhlich und freundlich wirkt, bei längerer Betrachtung aber aggressiv machen kann. Außerdem gibt es schon zu viele tolle Websites von tollen Frauen, die bewusst die Farbe Rosa oder Pink einsetzen. Da möchte ich mich nicht einreihen.

Bei den letzten Blogbeiträgen auf OhneUmschweife.de habe ich die verschiedensten Bilder verwendet, um mich selbst zu testen, welche ich am ansprechendsten finde.

Strategie und Visuelles gehen Hand in Hand

Die ersten Moodboards laufen also noch unabhängig von der Strategie, der Zielgruppe, der Ausrichtung … Aber sie vermitteln mir selbst, in welche Richtung es gehen soll.

Farben

Mittlerweile habe ich mich für die kühlen Farben entschieden, also alles von Lila über Blau bis hin zu Grün (die warmen sind Gelb, Orange, Rot).

Grün war schon immer meine Lieblingsfarbe. Sie ist entspannend, ruhig und positiv. Außerdem wirkt sie immer sehr harmonisch, wenn sie mit anderen Farben kombiniert wird. Weil sie mit der Natur assoziiert wird, benutzen Firmen in dieser Richtung gerne Grün als Hauptfarbe.

Blau ist eine typische Farbe, die gerne für Unternehmenswebsites eingesetzt wird. Ich selbst habe sie auch als meine Hauptfarbe auf jana-hohlweg.de gewählt, weil sie seriös, clean und professionell aussieht. Für OhneUmschweife.de wird sie eher in der Kombination mit Grün verwendet, also Türkis, Aquamarin und Petrol.

Meine Farb-Range wird demnach irgendwo zwischen Blau und Grün liegen Richtung Petrol und Türkis. Und viel Weiß – einfach weil es schlicht, neutral und clean aussieht.

Letztens saß ich mit einer Bekannten zusammen und wir sprachen über das Thema Personal Branding. Ihre erste Reaktion war: Das passt zu dir, ich sehe dich frisch, fröhlich, farbenfroh. Und genauso möchte ich auch das Branding von OhneUmschweife gestalten.

Tipp

Pinterest ist eine tolle Möglichkeit, sich einfach und schnell ein eigenes Moodboard zu bauen! Ich habe eine Pinnwand dafür angelegt, auf der ich alles sammele, das mich für OhneUmschweife inspiriert. Das können Farben, Fotomotive und Schriften sein. Gebt einfach mal ein paar Suchbegriffe ein und pinnt alles, was euch gefällt.

Pin It on Pinterest

Share This