Personal Branding, Struktur
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Wer bist du eigentlich? Warum dein Business eine Persönlichkeit braucht

OhneUmschweife: Warum dein Business eine Persönlichkeit braucht Wer bist du eigentlich?
(unbezahlte Werbung aufgrund von Namensnennung)

Als Selbstständige, Einzelkämpfer, Personengesellschaft, Freelancer oder wie wir uns auch immer nennen wollen – wir stehen mit unserer Person für unsere Marke. Genau das ist es auch, was den Bereich Corporate Branding von Personal Branding unterscheidet. Bei ersterem wird für ein Unternehmen eine Identität gesucht und geschaffen. Bei letzterem steht eine einzelne Person für eine Marke – und muss darum nicht schauen, wie sie verschiedene Persönlichkeiten in eine Identität zusammenpackt. Sie muss ihre eigene berufliche Persönlichkeit ausbilden, um damit für die eigene Marke zu stehen.

Was bedeutet eigentlich Personal Branding?

Für mich ist hier immer am wichtigsten, dass Personal Branding nicht heißt, dass

  • man sein Leben nach Außen offen legt und einen Seelenstriptease hinlegt
  • die private Person nun nach Außen gekehrt wird
  • man ab jetzt jeden kleinsten Erfolg in die Welt schreit und sich den ganzen Tag profiliert

Es bedeutet, dass

  • mein berufliches Ich ein genaues Profil erhält
  • dieses konsistent über professionelle (soziale) Kanäle abgebildet wird, um das Profil in den Köpfen zu festigen
  • und andere dazu befähigt, in einem Satz zu erzählen, wofür ich stehe
  • sowie mir Möglichkeiten eröffnet, die anders nicht entstanden wären

Wie finden wir unsere berufliche Persönlichkeit?

Bis zu diesem Punkt hast du wahrscheinlich schon dein eigenes Business (grob) 5 Blogbeitrag_Wer bist du eigentlich_Pinterest.pngumrissen. Du hast bereits formuliert, warum du es betreibst oder betreiben möchtest? Du hast deinen Fokus festgelegt und weißt genau, welche Zielgruppe du ansprechen möchtest?

Dann wird es nun Zeit, das Ganze mit etwas Leben zu füllen. Stell dir also die folgenden Fragen und schreibe die Antworten in kurzen Stichpunkten auf:

  • Für welche Werte stehst du?
  • Welche Kompetenzen schätzen andere an dir?
  • Welche Eigenschaften begleiten dich durch dein berufliches Leben?
  • Wenn du aus dem Raum gehst – was sagen deine Freunde über dich und dein Business?
  • Welches Problem deines Kunden möchtest du auf welche Weise lösen?

Du weißt die Antworten auf diese Fragen nicht? Oh doch, auf jeden Fall. Zu jeder Frage kannst du mindestens 3 Stichpunkte aufschreiben.

Anschließend rufst du deine Mutter an, denn sie weiß es auf jeden Fall. Dann noch deine beste Freundin/deinen besten Freund, einen guten Kollegen und deine Partnerin/deinen Partner. Trage alles auf Karten zusammen, kategorisiere diese und finde Überschriften für die einzelnen Häufchen. Kristallisiert sich hier schon mehr raus?

Mach daraus keine Wissenschaft, sondern forme vor deinem inneren Auge ein Bild von dir selbst.

Wie das aussehen kann? Wie das von Steve Jobs. Wir wissen, wofür er stand, was seine Vision war, wie sich das in den Apple-Produkten geäußert hat. Wir haben ein ganz klares Bild seiner beruflichen Persönlichkeit – inklusive seines Kleidungsstils. Auch das kann etwas sein, das dich ausmacht. Nicht umsonst gibt es mittlerweile zahlreiche Berater, die sich im Rahmen des Personal Branding auf den äußeren Auftritt fokussieren und Menschen dabei helfen, ihre Persönlichkeit durch ihre Kleidung auszudrücken.

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Es gibt viele Selbstständige, die zwei oder drei Themen besetzen und diese unabhängig voneinander vermarkten. Das ist oftmals dann der Fall, wenn

  • diese Themen vollkommen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen
  • sie sich nicht einheitlich über dieselben Kanäle vermarkten lassen
  • die Verknüpfung einfach irritieren würde

Carina Herrmann macht das beispielsweise mit ihren beiden Seiten www.pinkcompass.de (ein Reiseblog für Frauen) und www.um180grad.de so (eine Seite für selbstständige Frauen, die regelmäßig einen Tritt in den Hintern brauchen). Beide Themen leben erst einmal getrennt auf zwei unterschiedlichen Websites, werden aber an cleveren Stellen miteinander verknüpft – sofern es eben Sinn ergibt. Denn nicht jede selbstständige Frau möchte nur noch durch die Welt reisen und online arbeiten bzw. hegt eine Leidenschaft fürs Reisen. Aber natürlich gibt es viele von ihnen und diese verirren sich dann von der einen Website auf die andere.

Wer die beiden Seiten kennt, merkt schnell, dass sich Carina als Person unterschiedlich positioniert – je nachdem für welches Thema sie wirbt. Und hier ist natürlich die Herausforderung: Nämlich zwei (oder mehr) unterschiedliche berufliche Persönlichkeiten abzubilden, die sich deutlich unterscheiden, aber nicht widersprechen und nicht nur bloße „Rollen“ abbilden.

Als privater Mensch habe ich ja auch unterschiedliche Interessen. An dem einen Tag mache ich Sport, bin mit sportinteressierten Freunden unterwegs und unterhalte mich über das nächste Rennen. Am nächsten Tag sitze ich im Malkurs, lebe meine Kreativität aus und spreche mit Menschen über Farben und Motive. Niemand würde hier behaupten, dass ich mich nicht gleichzeitig für Sport und Malerei interessieren kann. Auch wenn die Menschen in meinem Malkurs nicht zwangsweise etwas mit meiner Sportleidenschaft anfangen können.

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