Personal Branding, Struktur
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Round-up-Post: Lohnt sich der Aufwand?

OhneUmschweife_Blogbeitrag_Lohnt sich ein Round-up-Post

Vor ein paar Wochen entschied ich mich dazu, meine eigene Zielgruppe stärker auf Frauen zu fokussieren. Diese Entscheidung wollte ich gerne in wertvolle Inhalte umwandeln – aber wie? Ich schreibe hier natürlich viel über mich selbst, über meine eigenen Entscheidungen, meinen Berufsalltag. Aber wäre es nicht spannender, ein bunteres Bild von dieser Entscheidung zu zeichnen und in dem Rahmen auch andere Frauen mit derselben Entscheidung dazu zu befragen?

Ein Round-up-Post mit 20 Frauen

Ein Round-up-Post ist eine tolle Möglichkeit, wirklich wertvollen Content auf die eigene Seite zu bringen, durch eine Gemeinschaftsarbeit mehr Sichtbarkeit für alle zu erreichen und gleichzeitig mit so vielen verschiedenen tollen Menschen in Kontakt zu kommen. Und es ist natürlich eine Win-Win-Situation für alle, denn jede Beteiligte liefert mir Inhalte für meine Seite, hat in gleicher Weise aber auch die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und die Inhalte auf den eigenen Kanälen zu teilen.

Organisatorisches

Ein Round-up-Post besteht aus verschiedenen Meinungen, Beiträgen, Statements zu einem bestimmten Thema. Also habe ich auf Facebook in zwei Frauennetzwerk-Gruppen einen Aufruf gestartet und nach Teilnehmerinnen beziehungsweise Empfehlungen gefragt.

Die Rückmeldungen

Herausgekommen sind 31 Frauen (beziehungsweise 32, weil ein Doppelteam dabei war, aber ich behandele sie hier der Einfachheit halber als eine Person/ein Business), die ich letztendlich per Mail angeschrieben habe.

Von 31 Teilnehmenden haben 18 tatsächlich in der vorgegebenen Frist ihre Antworten auf die Interviewfragen zurückgeschickt.

5 Frauen haben abgesagt. Der Rest hat sich nicht zurückgemeldet.

Nach den Erfahrungswerten anderer ist das eine ganz gute Quote. Bei Round-up-Posts empfiehlt es sich auf jeden Fall, mindestens doppelt so viele Interviewpartner anzufragen, wie man benötigt. Die gute Quote liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich auch in einer geschlossenen Gruppe unterwegs war, wo ich die Teilnehmerinnen teilweise persönlich kenne. In der anderen öffentlichen Gruppe sind zig Tausende unterwegs – da schlägt eher die Anonymität zu. Die Mischung hat mir aber sehr gefallen – so habe ich wieder Frauen und deren Business kennengelernt, die ich vorher nicht auf dem Radar hatte.

Die Anfrage

In der Interviewanfrage per Mail standen die folgenden Punkte:

  • Vorstellung von OhneUmschweife und mir und was ich hier eigentlich mache
  • Der Hintergrund für die Kurz-Interview-Anfrage, nämlich meine eigene Entscheidung, mich auf die Zielgruppe Frauen zu fokussieren
  • Wie, wo, wann der Blogbeitrag veröffentlicht wird (Website, Social Media)
  • Die drei Interviewfragen: 1. Beschreibe bitte dein Herzensthema, mit dem du dich selbstständig gemacht hast. 2. Warum fokussierst du dich ausschließlich auf Frauen? 3. Magst du keine Männer?
  • Die Maßgabe, dass pro Antwort maximal 5 bis 10 Sätze geschrieben werden sollen
  • Die Bitte um ein Bild sowie einen Link, den ich bei jeder Teilnehmerin hinterlegen werde

Und die Antworten, die ich zurückbekommen habe, sind so klasse! Lest selbst.

Erkenntnisse

Meine Top 3 Erkenntnisse rund um dieses Miniprojekt:

  1. Es dauert immer länger, als man denkt. Ich wusste, dass es aufwendig wird, aber dass es so aufwendig werden würde … Ich habe meine Zeit nicht getrackt, aber ich schätze, dass ich circa 20 bis 25 Stunden Aufwand mit dem Blogbeitrag hatte. Und damit komme ich schon zu Punkt 2.
  2. Vorgaben sind gut, noch mehr Vorgaben sind besser. Ich hatte mich davor gescheut, beispielsweise eine Wörteranzahl vorzugeben – ich wollte nicht übertrieben strukturiert wirken. Im Nachhinein gesehen hätte mir das allerdings viel Arbeit erspart. Denn natürlich versteht jeder unter 5 bis 10 Sätzen etwas anderes.
  3. Ja, es ist viel Arbeit, klar. Aber womit ich nicht gerechnet hatte, waren die vielen lieben und herzlichen Mails, die ich zurückbekommen habe. Und das passt auch zu den Erfahrungen, die ich die letzten Monate in meiner Selbstständigkeit gemacht habe: Frauen unterstützen sich einfach wahnsinnig gerne. Nichts mit Ellbogen oder so. Win-Win-Situation für alle!

So viel Energie

Und das möchte ich gerne noch einmal herausstellen: Das Schönste an dem Ganzen war, dass ich so viele herzliche Rückmeldungen bekommen habe – von so vielen tollen, einzigartigen Frauen. Hier habe ich wieder gesehen, wie wahnsinnig gemeinschaftlich es sein kann, selbstständig zu sein – ganz nach dem Motto:

Gemeinsam einsam.

Und um damit die Ausgangsfrage „Lohnt sich ein Round-up-Post überhaupt?“ noch einmal aufzugreifen: Auf jeden Fall! Und das in vielerlei Hinsicht.

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Jana!
    Ich habe mich total gefreut, bei diesem tollen Projekt dabei sein zu dürfen 🙂
    Ich hatte mir schon gedacht, dass du damit viel Aufwand haben würdest (ich musste meinen Text ja selbst nochmal kürzen….shame on me…), aber wenn man das jetzt nochmal so liest, bekommt man noch eine bessere Vorstellung davon. Wow….Vielen Dank, dass du das trotzdem alles umgesetzt hast (das Ergebnis ist ja auch so schön geworden!) und auch, dass du die Erkenntnisse daraus jetzt teilst, das ist wirklich sehr wertvoll!
    Ich habe ja noch nicht vor allzu langer Zeit mit Netzwerken angefangen und ich muss auch sagen, bisher sind meine Erfahrungen auch alle positiv! Es ist echt toll zu erleben, wie wir Frauen uns gegenseitig helfen und unterstützen! 🙂
    Viele liebe Grüße und weiter so!
    Anke

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Anke,
    danke für deine herzlichen Worte! 🙂 Wie schön, dass du dieselben Erfahrungen machst und dieser Support untereinander einfach so toll ist. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit deinem Netzwerk guanshe! I’m watching you. 😀 Und danke, dass du mitgemacht und den Beitrag bereichert hast!
    Ganz liebe Grüße
    Jana

    Gefällt 1 Person

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